Spiegelbild
42 Jahre lang habe ich jemanden mehrmals täglich angestarrt.
Jetzt habe ich mich endlich getraut, mit ihm zu sprechen. Ich glaube, mein Spiegelbild hat sich gefreut.
42 Jahre lang habe ich jemanden mehrmals täglich angestarrt.
Jetzt habe ich mich endlich getraut, mit ihm zu sprechen. Ich glaube, mein Spiegelbild hat sich gefreut.
Es sind nur zwei Striche. Und doch zittert der Kuli in meiner Hand, als ich mein Kreuz mache. Ich weiß nicht, was schlimmer wiegt: Die Sorge vor einer neuen großen Koalition oder der Gedanke, dass ich nichts richtig machen kann. Noch nie habe ich mich nach dem Gang zur Urne so schlecht gefühlt wie in diesem Jahr.
Hufe klappern, Pferde traben
Wann machst du deine Hausaufgaben?
Über Stock und über Stein
Mama, du bist gemein!
Ich lebe ständig im Spagat zwischen: „Meine Kinder brauchen Hilfe“ und „meine Kinder brauchen Freizeit“. Dazu innerer Druck, das Gefühl ständig beurteilt zu werden. Menschen sprachen mich an, kritisierten meine „Ausraster“. Andere sprechen von „Unfrieden“ bei uns, der sie störe. Ja, ich gestehe es. Ich habe es nicht mehr geschafft. Ich bin ausgerastet.
Nackt. Schutzlos. Die Weite des Meeres umgibt Bernhard. Über ihm kreisen Möwen. Ängstlich schaut der Einsiedlerkrebs auf sein weiches ungeschütztes Hinterteil. Er unternimmt einen letzten Versuch. „Hey! Gib mir mein Haus zurück!“ Doch Paguru ist schon außer Sichtweite.