Im Gepäck hat nur der Mut gefehlt
Wir sitzen endlich im Zug. Tränen der Erleichterung laufen mir übers Gesicht. Noch vor etwas mehr als einer halben Stunde dachte ich, dass wir es nicht schaffen.
Wir sitzen endlich im Zug. Tränen der Erleichterung laufen mir übers Gesicht. Noch vor etwas mehr als einer halben Stunde dachte ich, dass wir es nicht schaffen.
Ich bin ohne Vorwarnung in die Welt der Buchautoren geraten. Nie hatte ich mir vorgenommen: „Irgendwann schreibst du mal ein Buch.“ Es war einfach soweit. Den Verlagsvertrag habe ich schon lange in der Tasche, das Machwerk ist schon etwa zur Hälfte geschrieben. Das alles kam fast überfallartig in mein Leben. Vielen habe ich persönlich davon erzählt, aber es fühlte sich nicht realistisch genug an, um es in die digitale Welt rauszuhauen.
Wenn die Blase drückt, kann es manche Überraschung geben. In meinem Fall findet sich zum Glück eine positive: Ein Irrgarten auf dem Weg zur Toilette. Zum Glück kann ich daran vorbei laufen. Der Weg zur Erleichterung ist barrierefrei. Wir haben uns ein paar Tage frei genommen und besuchen heute unter anderem den Weleda Garten in Schwäbisch Gmünd. Was ich gerade entdeckt habe, ist das Lavendel-Labyrinth. Auf dem Rückweg zu meiner Familie lese ich im Vorbeiflitzen den ersten Satz auf einem Schild (sinngemäß): „Was hat ein Labyrinth mit dem Leben zu tun?“ Meine Neugierde ist geweckt.
Im Alltagschaos was gebacken zu kriegen, fällt mir manchmal gar nicht so leicht. Aber wenn es gelingt, möchte ich das Ergebnis auch genießen können.
Wenn das Leben sich anfühlt wie ein Hindernislauf, muss ich laufen. Und schreiben. Hier ein sportliches Gedicht über die Hürden des Lebens.