Mehr ist mehr

Irgendjemand muss mich eingefangen haben. Der Verdacht kommt mir, weil ich gerade freiwillig am Computer sitze. In den letzten Wochen war ich viel unterwegs. Ich habe Sport und Begegnungen mitgenommen, als gelte es, den Tank aufzufüllen. Plötzlich von der Kette gelassen, bin ich schwierig zu bändigen. Heute komme ich freiwillig zurück. Die vielen Eindrücke müssen verarbeitet werden. Meine Erkenntnis: Es muss nicht immer weniger sein.

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Spitzengespräch

Grübeln ist ein Merkmal des Lebens. Ich tue es, ich kenne andere, die dazu neigen und ich bin mir sicher, dass es auch Rosen tun. Das folgende Gespräch zwischen einer Rose und einer Biene habe ich belauscht und dokumentiert. Ich bin mir nicht sicher, ob ich jedes Wort richtig wiedergebe, oder ob ich es am Ende vielleicht doch nur geträumt oder gedichtet habe. Aber als ich es durchgelesen habe, war ich erstaunt über den Tiefgang des Dialogs.

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Warum

Manchmal stelle ich mir ne Menge komischer Fragen. Immer wieder auch die Frage nach dem Warum. Warum lebe ich? In dieser Woche habe ich die Antwort gefunden, als ich ein Gedicht darüber geschrieben habe. Plötzlich sagte eine Stimme in meinem Hinterkopf: „Es ist egal, warum du lebst! Mach es einfach!“ Was mich selbst am meisten überrascht ist die Tatsache, dass mich das tröstet. Endlich muss ich nicht mehr fragen!

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Wegmarken

Eine Woche in Quarantäne kann die Seele ganz schön beschweren. Die erste Testrunde hat die ganze Familie in Atem gehalten. Es bleiben negative Ergebnisse und negative Gefühle.
Auf meiner Flucht in die Natur habe ich stark empfunden, was ich schon im Gedicht „Maskenball“ beschrieben habe: Nicht nur die Menschen sind krank, die ganze Welt ist es. So kommt ein melancholisches, aber nicht hoffnungsloses Gedicht zustande.

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Labyrinth

Wenn die Blase drückt, kann es manche Überraschung geben. In meinem Fall findet sich eine positive: Ein Irrgarten auf dem Weg zur Toilette. Zum Glück kann ich daran vorbei laufen. Der Weg zur Erleichterung ist barrierefrei. Wir haben uns ein paar Tage frei genommen und besuchen heute unter anderem den Weleda Garten in Schwäbisch Gmünd. Was ich gerade entdeckt habe, ist das Lavendel-Labyrinth. Auf dem Rückweg zu meiner Familie lese ich im Vorbeiflitzen den ersten Satz auf einem Schild (sinngemäß): „Was hat ein Labyrinth mit dem Leben zu tun?“ Meine Neugierde ist geweckt.

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