Zweifel und Licht

Der Montagmorgen fühlte sich an, als sei mein Herz unter eine Steinlawine geraten.
In der letzten Oktoberwoche war die Belastung jeden Tag heftiger geworden. Dann brach es über mich herein. Auf emotionale Erschöpfung folgte die körperliche. Sonntag schlief ich den halben Tag. Abends schrieb ich die erste Strophe eines Gedichts über Zweifel. Schlaflos kämpfte ich drei Viertel der Nacht gegen aufsteigende Panik.

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Durch die Hecke

Ich kann nicht reiten. Trotzdem habe ich in den letzten Wochen einen unglaublichen Ritt hingelegt. Manchmal fühlt es sich an, als hinge ich unfreiwillig auf einem galoppierenden Pferd fest. Es geht also weiter, auch wenn ich gerade nicht mehr mag. Ich muss mich irgendwie oben halten, sonst läuft mir mein Alltag davon. 

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Weil es uns gibt

Wie macht man das? Die Frage haben mir schon viele Menschen gestellt. Unter anderem bezog sich das auf unsere Ehe. Zwanzig Jahre haben wir es jetzt miteinander ausgehalten. Das schreibe ich bewusst so. Denn wer fragt, wie man das macht, so eine lange Zeit mit jemandem zusammen zu leben, dem sage ich: „Aushalten gehört auch dazu.“

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Nebeltal

Manchmal fühlt es sich so an, als sage der Tag: „Du überlebst mich, in dem du lebst!“ So war es auch, als ich eines trüben Morgens zur Arbeit fuhr. Kälte und Nebel spiegelten meine Stimmung. Ich hielt an, um ein Foto zu schießen. Auf dem Bild konnte ich die Sonne schon deutlich sehen.

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Ankunft

Wenn ich mir Zeit nehme, die Natur zu betrachten, entstehen manchmal erstaunliche Gedankengänge. Mitunter kann der Anblick von feuchtem Herbstlaub erstaunliche Gedichte entstehen lassen. Dieses lange Stück hat mich selbst überrascht. Es steht am Anfang eines Prozesses, den ich „Ankunft“ nenne. Was ich damit meine, erklärt sich vielleicht aus dem Zusammenhang.

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