Seelenstrand

Mein Bedürfnis nach Ruhe lässt bisweilen entschleunigende Texte entstehen.
Dieses Gedicht ist für die kleinen lebenserhaltenden Urlaubsmomente im Alltag.

Seelenstrand

Ich brauche keine klugen Worte
Keine helfende Hand
Ich brauche ruhige Orte
Sonne und Sand

Ihr schafft es ohne mich
Ihr seid schon groß
Es gibt kein eigentlich
Ich muss jetzt los

Gebt mir nur eine Minute
In meiner Welt
Wo sich das Gute
An meine Seite stellt

Ich bin mal ne Weile
Im Ruheland
Ganz ohne Reise
Am Seelenstrand 

Die Möwen dort
Lehren mich fliegen
Fressen mir nichts fort
Lassen mich einfach mal liegen

Die Möwen dort lehren mich fliegen

Meine Ohren rauschen
Ich muss dem Krach entfliehn
Wo die Wogen brausen
Dort geh ich jetzt hin

Ich bin mal weg
Ein Moment ist genug
Strand ohne Reise
Aber nicht ohne Flug

In meinem Rhythmus
Die Füße im Schaum
Kein Aktionismus
Reißt mich aus dem Traum

Hier ist alles in Ordnung
Ich träume mich fort
Aus dem Alltagschaos
An den Zufluchtsort

Ich bin jetzt dort
Wo der Gedanke fliegt
Am Seelenort
Wo Dasein genügt

(c) Ramona Eibach, www.funkelflocke.de

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